8:00 - 16:30 Uhr
Nachher: Die neue automatische Schiebetüranlage, farblich an die bestehende Fassade angepasst.

Vom Drehflügel zur Schiebetür: Haupteingang der Heinrich-Hanselmann-Schule

Die Ausgangslage

Der Haupteingang der Heinrich-Hanselmann-Schule war bereits mit einem automatischen Drehflügelantrieb ausgestattet. Technisch lief die Anlage, für die Nutzung war sie trotzdem die falsche Lösung.

Der Grund liegt in der Bauart. Ein Drehflügel schwenkt in den Bereich, in dem Menschen stehen und gehen. Deshalb schreiben die geltenden Normen für kraftbetätigte Drehflügeltüren begrenzte Öffnungsgeschwindigkeiten und Kräfte vor. Das ist richtig und sicher, führt in einer Schule aber zu einem Nadelöhr: Wenn es zur Pause klingelt oder der Unterricht endet, wollen viele Menschen gleichzeitig durch dieselbe Tür.

An einer Förderschule kommt ein zweiter Punkt hinzu, der schwerer wiegt. Hier sind täglich Schülerinnen und Schüler unterwegs, die einen Rollstuhl, eine Gehhilfe oder Begleitung brauchen. Ein Türflügel, der sich langsam in den Weg schwenkt, ist für sie kein kleines Ärgernis, sondern ein echtes Hindernis. Barrierefreiheit bedeutet an diesem Gebäude nicht, eine Norm zu erfüllen, sondern dass ein Zugang im Alltag tatsächlich für alle funktioniert.

Die Entscheidung

Statt am vorhandenen Drehflügelantrieb weiter zu optimieren, haben wir den Eingang auf eine automatische Schiebetür umgebaut. Ein Schiebeflügel fährt seitlich aus dem Durchgang heraus, statt in ihn hinein. Dadurch darf er deutlich schneller öffnen, gibt die volle Durchgangsbreite frei und schwenkt niemandem entgegen.

Eingesetzt haben wir einen GEZE ECdrive T2 FR, ausgeführt als Schiebetüranlage im Rettungsweg nach AutSchR. Diese Ausführung ist redundant und einfehlersicher aufgebaut: Fällt eine Komponente aus, öffnet die Tür trotzdem zuverlässig. In einem Schulgebäude, in dem der Haupteingang zugleich Fluchtweg ist, ist das keine Option, sondern Voraussetzung.

Die Umsetzung

Der Wechsel von Drehflügel auf Schiebetür ist kein Antriebstausch, sondern ein Systemwechsel. Die alte Konstruktion wurde ausgebaut, die Öffnung für die neue Anlage vorbereitet und der Boden im Bereich der Laufschiene bearbeitet. Dazu kamen umfangreiche Blechverkleidungen, um die neue Anlage sauber an die vorhandene Holzfassade anzuschließen.

Der gesamte Umbau war nach zwei Tagen abgeschlossen. Das war weniger eine Frage der Geschwindigkeit als der Vorbereitung: Bei einem Haupteingang, der zugleich Rettungsweg ist, muss vorher feststehen, was wann passiert und wie das Gebäude in der Zwischenzeit sicher genutzt und verlassen werden kann.

Das Ergebnis

Ein Haupteingang, der auch bei Stoßverkehr funktioniert und für alle Schülerinnen und Schüler ohne fremde Hilfe passierbar ist. Barrierefrei nach ASR A1.7, geprüft nach DIN 18650 und DIN EN 16005, im Rettungsweg normgerecht nach AutSchR. Farbe, Profile und Anschlüsse fügen sich so in die bestehende Fassade ein, dass der Eingang aussieht, als sei er nie anders gewesen.

Die Anlage wird von uns im Wartungsvertrag betreut.

Unsere Leistungen

Vorher: Der ursprüngliche Haupteingang mit manueller zweiflügeliger Drehflügeltür.
Nachher: Die neue automatische Schiebetüranlage, farblich an die bestehende Fassade angepasst.

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